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Day x ~ Death Inside

Ich bin kaputt. Zerstört. Emotionslos. Tot.
Das bin ich.

Heute war ich mit Freunden unterwegs. Wir sind ins Schwimmbad, dieses tolle Wetter auskosten, bei dem man das Gefühl hat, man schmilzt gleich.
Das Wasser war mir zu kalt und die Außentemperatur zu warm. Und meine Freundinnen zu anstrengend. Die ganze Zeit wollten sie planschen oder reden oder Späße machen. Und ich hab's nicht ausgehalten. Ich wollte einfach nur noch meine Ruhe, meine Augen schließen, und... meine Ruhe haben.
Sterben vielleicht.
Mir kommt es so vor, als gäbe es nichts mehr in meinem Leben, dass sich lohnt.
Meine Freunde, das wäre wohl die Antwort gewesen, die ich vor kurzem noch gegeben hätte, aber mittlerweile... Jedes Mal wenn ich mit ihnen lache, dann bekomme ich dieses Gefühl, als wäre es das alles nicht wert, als würden diese drei Sekunden voller Freude nicht ausreichen, um den anderen Mist abzudecken. Und sie tun es auch nicht. Zumindest fühle ich mich nicht so, als würden sie nicht ausreichen. Es ist nicht genug.
Und meine Freundinnen, ich brauche sie vielleicht, um noch einen letzten Funken Leben in meine Existenz zu bringen, aber sie brauchen mich nicht. Meine sogenannte beste Freundin rennt lieber zu irgendwelchen wildfremden Leuten um mit ihnen über ihrer Probleme zu sprechen, als dass sie mit mir darüber redet. Ich würde es nicht verstehen.
Aber gut. Sie würde mich auch nicht verstehen, würde ich ihr von meinen Problemen erzählen. Oder ihr meine selbstzugefügten Narben zeigen. Sie würde es nicht verstehen.
Der überwiegende Grund, warum ich mich nicht umbringen werde, ist die Krankheit meines Vaters.
Er wurde im Dezember mit Krebs diagnostiziert. Maximal drei Jahre hat er noch zu leben.
Und damit kann ich es meiner Familie nicht antun. Ich kann es nicht.
Sie haben schon genug Probleme. Mein Vater hat Krebs, meine Oma übrigens auch. Meine andere Großmutter ist im April gestorben.
Aus welchem kranken, absolut verdrehten, merkwürdigen Grund auch immer lieben sie mich. Irgendwie. Ich könnte es ihnen nicht antun. Aber gäbe es sie nicht... Ich wäre schon beerdigt.
Ich kann einfach nicht mehr.

Diese Situation heute im Schwimmbad. Irgendwie kommt es mir im Nachhinein absurd vor. Absolut absurd.
Ich bin im Schwimmbad. Die Mädels plappern fröhlich vor sich hin, spielen, lachen, sind glücklich.
Und ich liege außerhalb des Beckens und zergehe in Selbsthass und -mitleid und denke über Suizid nach, und über das, was ich heute schon alles gegessen habe, also fünf Kaugummis, eine Birne, ein Kaktus-Eis und ein Stück Pizza Magherita, und ich frage mich, warum ich es nicht schaffe, weniger zu essen. Oder gar nichts. Wenn ich schon nicht tot sein kann, dann will ich dem Tod so nahe wie möglich sein.
Zurück zu dem Punkt, als ich dass lachende Mädchen im Schwimmbecken war, kann ich nicht mehr. Dafür bin ich schon zu weit gegangen.

Ich fühle mich gerade tot. Ich weiß, dieser Eintrag ergibt keinen Sinn. Aber das tut das Leben auch nicht.
Das hier liest eh keiner. Ich stelle meine Gedanken nur in diesen leeren Raum, einfach so, um sie los zu werden. Es hilft nicht. Egal.

Was mir auch in dem Schwimmbad klar geworden ist, ist eindeutig die Tatsache, dass ich wahrscheinlich die hässlichste Anwesende war. Zumindest kam es mir so vor. Alle diese Leute in ihren besseren Körpern in ihren Bikinis. Und ich daneben in meinem Tankini-Oberteil und den Badeshorts... die mein Fett nur dürftig verdecken...
Wieso kann ich nicht perfekt sein?
Ich habe keinen guten Charakter, ich bin kaputt, fertig, ein Lügner, ein Heuchler, eine schlechte Freundin, suizidal.
Und einen schönen Körper kann ich auch nicht vorweisen... Fette Oberschenkel, Schwabbelbauch, aber winzige Brüste.
Ich habe gar nichts. Nur Selbsthass.

♥ Lluvia

18.6.13 22:26

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