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Day x ~ New Hope

Mir geht es heute besser. Ich bin absolut motiviert.

Ich habe gestern mit der ABC-Diät, dem Ana Boot Camp begonnen. Und mit Gillian Michaels 30 day shred. Und Yoga.

Und ich bin guter Dinge, dass ich heute auch schaffe. 500 Kalorien. So viel kann ich heute essen, darf ich heute essen. Ich versuche trotzdem, meine Energiezufuhr möglichst klein zu halten. Ich werd' es schaffen. ^^

Gestern fühlte ich mich so voller Energie, als könnte ich alles schaffen. Und heute geht es mir genauso.

Ich werde es durchziehen.

♥ Lluvia

6.7.13 07:26, kommentieren

Day x ~ Doin' it wrong

Ich bin schwach.

Schwach. Schwach. Schwach. Schwach. Schwach.

Ich habe es versucht. Langsam habe ich abgenommen. Extrem langsam. Wirklich. Extrem langsam. Aber ich habe abgenommen. Nicht viel. Aber etwas. Nichts, worauf ich stolz wäre, nein, dafür war es zu wenig, aber genug, dass ich nicht alles für sinnlos erachte.

Aber dann... dieser eine Fressanfall. Er hat mich zurückgeworfen. 2,5kg in zwei Tagen. Dazu. Ich... war schockiert, frustriert, depressiv... ungläubig. Aber es war so. Es ist so.

 

Ich will nur noch hungern. Ich will nichts mehr essen. Nie wieder. Körper, Mutter versteht ihr das nicht? Wieso versteht ihr mich nicht? Ich kann einfach nicht mehr so weitermachen! Wieso übernehmt ihr die Kontrolle über mich...? Lasst mich in Ruhe...! Lasst mich verdammt noch mal in Ruhe! Ich WILL nichts essen! Ich will die Kontrolle haben! Wieso kämpft ihr gegen mich an? Wieso denkt ihr, ich MUSS essen? Wieso zwingt ihr mich dazu..?

Mami, warum tust du mir das an? Warum siehst du nicht, dass ich das nicht will? Warum siehst du mich nicht? Du... Bitte... Lass mich einmal über etwas entscheiden... Ich weiß, es ist keine gute Entscheidung... aber... bitte. Ich bin verloren.

Körperchen, ich will dich zerstören, so wie du mich zerstört hast. Ich kann nicht mehr mit dir. Du scheinst mir so fremd. Du bist abstoßend, abartig, wirklich... Ich will dich nicht mehr. Und du wolltest mich nie, stimmt's? Ich habe dich zerstört und ich werde dich weiter zerstören. Und wenn du nicht auf das Essen verzichten willst, hole ich es gewaltsam aus dir heraus.

 

Ich kotze zu viel. Mia ist zu sehr bei mir. Ich will ihre Stimme aus meinem Kopf haben. Ich kann sie nicht mehr sehen. Ich will sie nicht mehr sehen. Ich habe keine Kraft mehr dazu... Ana, komm, umarme mich, zeig' mir dein Geheimnis, zeig' mir mein Grab, lass' es mich schaufeln, töte mich mit deinem Kuss...

 

♥ Lluvia

4.7.13 19:07, kommentieren

Day x ~ Death Inside

Ich bin kaputt. Zerstört. Emotionslos. Tot.
Das bin ich.

Heute war ich mit Freunden unterwegs. Wir sind ins Schwimmbad, dieses tolle Wetter auskosten, bei dem man das Gefühl hat, man schmilzt gleich.
Das Wasser war mir zu kalt und die Außentemperatur zu warm. Und meine Freundinnen zu anstrengend. Die ganze Zeit wollten sie planschen oder reden oder Späße machen. Und ich hab's nicht ausgehalten. Ich wollte einfach nur noch meine Ruhe, meine Augen schließen, und... meine Ruhe haben.
Sterben vielleicht.
Mir kommt es so vor, als gäbe es nichts mehr in meinem Leben, dass sich lohnt.
Meine Freunde, das wäre wohl die Antwort gewesen, die ich vor kurzem noch gegeben hätte, aber mittlerweile... Jedes Mal wenn ich mit ihnen lache, dann bekomme ich dieses Gefühl, als wäre es das alles nicht wert, als würden diese drei Sekunden voller Freude nicht ausreichen, um den anderen Mist abzudecken. Und sie tun es auch nicht. Zumindest fühle ich mich nicht so, als würden sie nicht ausreichen. Es ist nicht genug.
Und meine Freundinnen, ich brauche sie vielleicht, um noch einen letzten Funken Leben in meine Existenz zu bringen, aber sie brauchen mich nicht. Meine sogenannte beste Freundin rennt lieber zu irgendwelchen wildfremden Leuten um mit ihnen über ihrer Probleme zu sprechen, als dass sie mit mir darüber redet. Ich würde es nicht verstehen.
Aber gut. Sie würde mich auch nicht verstehen, würde ich ihr von meinen Problemen erzählen. Oder ihr meine selbstzugefügten Narben zeigen. Sie würde es nicht verstehen.
Der überwiegende Grund, warum ich mich nicht umbringen werde, ist die Krankheit meines Vaters.
Er wurde im Dezember mit Krebs diagnostiziert. Maximal drei Jahre hat er noch zu leben.
Und damit kann ich es meiner Familie nicht antun. Ich kann es nicht.
Sie haben schon genug Probleme. Mein Vater hat Krebs, meine Oma übrigens auch. Meine andere Großmutter ist im April gestorben.
Aus welchem kranken, absolut verdrehten, merkwürdigen Grund auch immer lieben sie mich. Irgendwie. Ich könnte es ihnen nicht antun. Aber gäbe es sie nicht... Ich wäre schon beerdigt.
Ich kann einfach nicht mehr.

Diese Situation heute im Schwimmbad. Irgendwie kommt es mir im Nachhinein absurd vor. Absolut absurd.
Ich bin im Schwimmbad. Die Mädels plappern fröhlich vor sich hin, spielen, lachen, sind glücklich.
Und ich liege außerhalb des Beckens und zergehe in Selbsthass und -mitleid und denke über Suizid nach, und über das, was ich heute schon alles gegessen habe, also fünf Kaugummis, eine Birne, ein Kaktus-Eis und ein Stück Pizza Magherita, und ich frage mich, warum ich es nicht schaffe, weniger zu essen. Oder gar nichts. Wenn ich schon nicht tot sein kann, dann will ich dem Tod so nahe wie möglich sein.
Zurück zu dem Punkt, als ich dass lachende Mädchen im Schwimmbecken war, kann ich nicht mehr. Dafür bin ich schon zu weit gegangen.

Ich fühle mich gerade tot. Ich weiß, dieser Eintrag ergibt keinen Sinn. Aber das tut das Leben auch nicht.
Das hier liest eh keiner. Ich stelle meine Gedanken nur in diesen leeren Raum, einfach so, um sie los zu werden. Es hilft nicht. Egal.

Was mir auch in dem Schwimmbad klar geworden ist, ist eindeutig die Tatsache, dass ich wahrscheinlich die hässlichste Anwesende war. Zumindest kam es mir so vor. Alle diese Leute in ihren besseren Körpern in ihren Bikinis. Und ich daneben in meinem Tankini-Oberteil und den Badeshorts... die mein Fett nur dürftig verdecken...
Wieso kann ich nicht perfekt sein?
Ich habe keinen guten Charakter, ich bin kaputt, fertig, ein Lügner, ein Heuchler, eine schlechte Freundin, suizidal.
Und einen schönen Körper kann ich auch nicht vorweisen... Fette Oberschenkel, Schwabbelbauch, aber winzige Brüste.
Ich habe gar nichts. Nur Selbsthass.

♥ Lluvia

18.6.13 22:26, kommentieren

Day x ~ Shame

Hier bin ich.
Nicht, dass jemand auf mich gewartet hätte, oder so. Nein.
Das hier, diesen Blog, liest eh niemand. Trotzdem. Ich sende jetzt ein Lebenszeichen von mir. Ein kurzes Hallo. Ein kurzes "Hier bin ich". Ein kurzes "Ich hab' noch nicht aufgegeben".
Die letzten Tage waren... wie eine Achterbahnfahrt. Hohe Kalorienaufnahme, niedrige Kalorienaufnahme, hoch, runter, hoch, runter. Und letztendlich bin ich doch wieder am Anfang rausgekommen.
Die ganze Zeit... Einfach nur verschwendet. Ich bin schwach. Schwach. Einfach nur schwach. Ich kann nicht nein sagen. Ich kann nicht wiederstehen. Ich bin ein fettes, hässliches, faules Miststück, ich bin widerwärtig, abstoßend, verzweifelt. Und kaputt. Einfach nur kaputt.
Und ich schäme mich. Für jeden Bissen. Für jedes Mikrogramm, dass ich runtergeschluckt habe.
Trotzdem. Ich werde nicht aufgeben. Ich werde es weiterhin versuchen. Ich werde es weiterhin tun. Ich werde... wahrscheinlich wieder versagen. Ich bin schwach.
Heute jedenfalls esse ich nichts mehr. Nein, heute nicht. Morgen, das weiß ich noch nicht...
Ich hasse mich. Mit ganzem Herzen.
Hass ist das einzige Gefühl, dass ich noch habe. Ansonsten bin ich leer, wie betäubt, innerlich tot.
Was ist das für ein Mensch, der nur noch in der Lage ist, Hass - Selbsthass - zu spüren? Eine hässliche Eigenschaft. Ich spürte lieber gar nichts. Wie eine leere, seelenlose Puppe.
Doch Puppen essen nichts.
 


Lg ♥ Lluvia

17.6.13 17:45, kommentieren

If they can do it

I will do it, too.

Ein bisschen Thinspiration für meine pelzigen Freunde. ♥

Fat lasts longer than flavor.

 

If hunger is not the problem, eating is not the solution.

Just grow your wings and fly away, my little butterflies. ♪

♥ Lluvia

11.6.13 18:35, kommentieren

Day x ~ Not givin' up

Okay. Meine Honey geht. Sie lässt mich alleine in der Schule. Schön. Nun ja, nicht so schön. Aber trotzdem.

Ich bleibe weiterhin stark. Ich habe gerade etwas gegessen. Und fühle mich nicht so schuldig, wie ich es sonst tun würde. Nein.
Aber das liegt daran, dass ich quasi essen musste. Meine Mutter kocht. Es gibt essen. Ich kann mir nicht jeden Tag eine Ausrede einfallen lassen. Irgendwann würde sie es merken. Und gut lügen kann ich auch nicht.
Aber dennoch, die Menge an Nahrung, die ich mir - mehr oder weniger - gegönnt habe, hält sich in Grenzen.

Ich aß ein Semmelknödel und eine Schüssel Blattsalat mit Essigdressing ohne Öl.

Jeder einzelne Bissen dieser Mahlzeit war... unnötig für mich. Ich hatte keinen Hunger, kein Verlangen nach Essen. Das erste Mal seit langem. Und ich hab' das letzte Mal gestern um ungefähr die selbe Zeit gegessen. Irgendwie macht mich das stolz.
Ich weiß, ich hab' zu viel gegessen, aber ich weiß, dass ich - wäre es meine Entscheidung gewesen - nichts gegessen hätte.

Hihi. Meinen Bruder beim Essen zu beobachten ist göttlich. Ein Semmelknödel. Eine Scheibe Braten. Salat mit Speck. Zweites Semmelknödel. Dritte Scheibe Braten. Viertes Semmelknödel.
Ich würde ja gerne so was sagen wie: "Und du wunderst dich, dass du fett bist und schiebst es auf das Kortison?"
Aber dann denke ich daran, dass ich auch mal so war bzw. manchmal immer noch so bin. Während einer FA... 

Jay. Ich fühl' mich gerade gut. Okay, vielleicht etwas besser.
Ich hoff' ja bloß, morgen wird genauso oder besser.
Na ja, da ich morgen Nachmittagsunterricht habe, komm' ich eh erst um vier nach Hause, was bedeutet, dass ich bis dahin höchstwahrscheinlich nichts gegessen habe -> wieder 24 Stunden ohne Nahrung überstanden!

Ich werde dünn. Vielleicht. Zumindest hoffe ich, dass die Waage morgen früh weniger anzeigt. Am besten 20 kg weniger. (okay, das ist jetzt leicht unrealistisch...)

♥ Lluvia

11.6.13 16:38, kommentieren

Day x ~ Anger & Despair

Ich habe kein Recht wütend zu sein. Oder sauer. Oder verzweifelt.

Es ist ihre Entscheidung. Dass sie geht.

Von was ich spreche? Von dem einzigen Menschen in meiner Klasse auf meiner Schule, der mich ertragen kann. Die einzige, die sich in der Pause zu mir stellt und mit mir spricht. Die einzige, die mich auch nur ansatzweise mag. Meine einzige Freundin an dieser verdammten Schule. Die einzige Person von tausend Schülern.

Und jetzt hat sie beschlossen, zu gehen. Eine Ausbildung will sie machen. Gut, es ist ihre Entscheidung. Sie kann mit ihrem Leben tun, was sie will, so wie ich es mit meinem tun kann.

Trotzdem. Ich bin unglaublich wütend auf sie. Weil sie geht. Weil wir uns nicht mehr so oft sehen werden. Weil sie mich alleine lässt. Weil sie geht, obwohl sie gemocht wird. Weil sie unglaublich toll ist. Weil sie nicht sieht, wie sehr ich sie brauche um durch den Tag zu kommen. Weil ich bei dem Gedanken, ohne sie auskommen zu müssen diese unglaubliche Leere verspüre. Weil ich sie lieb habe. Weil sie mich glücklicher macht. Weil sie mich zum Lachen bringt. Weil sie mein Sonnenschein ist. Weil sie sich sorgt. Weil sie geht.

Ich weiß, es ist unglaublich egoistisch, so zu fühlen. Ich weiß es. Aber ich kann nicht anders. Ich kann einfach nicht mehr.

Ich weiß, wir können uns auch so treffen. Wir brauchen diese Schule nicht um uns zu sehen. Aber ich brauche sie, damit ich diese Schule sehen kann.

Ich ... bin ein egoistisches Miststück. Ich denke nur an mich, an mein Leben, an meine Gefühle, nicht an sie. Ich bin eine schlechte Freundin. Kein Wunder, dass niemand etwas mit mir zu tun haben möchte. 

♥ Lluvia 

11.6.13 13:27, kommentieren